Regensburg-Blog: Das Weblog von Regensburgern für Regensburger

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Jan '07

Kein “caipi” am Bürgerfest 2007!

leute, lest ersmal selbst und dann stelle ich die frage: tickt der unger noch richtig?

Bürgerfest 2007 gibt der Peking-Ente Platzverweis
Das Bürgerfest 2007 soll sich ganz und gar „Europa“ widmen. Uneuropäisches – vom Afroschmuck bis zum Caipirinha – ist unerwünscht, so das Konzept.
X. will Stand-Betreiber beim Bürgerfest (22. bis 26. Juni) auf sein Generalmotto (wörtlich: „Europa kommt nach Regensburg, der Weltkulturerbestadt“) eichen. An Anbieter werden strikte Vorgaben angelegt: Europäische Waren – etwa böhmisches Kristall und Tiroler Schüttelbrot – sind erwünscht, Nicht-Europäisches wie Wasserpfeifen und Afro-Schmuck tabu. Die strenge Auswahl gilt auch fürs Essen und Trinken: Bier und Elsässer Flammkuchen gehen in Ordnung, Sushi und Caipirinha sind verpönt. Der Kulturausschuss berät in seiner Sitzung (öffentlich ab 15 Uhr im Alten Rathaus) über den Katalog von Zulassungskriterien. X. kündigte im Vorfeld strikte Kontrollen beim Bürgerfest an. Standbetreibern, die nicht ins Konzept passen und gegen Vertragsauflagen verstoßen, droht Platzverweis.
Das Bürgerfest soll Regensburgs Bedeutung als Welterbe und Regensburgs Offenheit für Europa betonen, heißt es in der Vorlage. Fest-Beiträge und Angebote seien deshalb an Qualitätsvorgaben gebunden, so die Begründung. In den Fraktionen von SPD und CSU wird der Vorstoß mit gemischten Gefühlen gesehen. „Qualität ja. Aber man darf die Reglementierungswut nicht übertreiben“, sagt Joachim Wolbergs (SPD). Herbert Schlegl (CSU) bezweifelt, ob das Bürgerfest 100-prozentig auf Europa ausgerichtet werden könne. „Nicht jeder will böhmische Knödel.“

“da sag ich nur HILFE!”

Dieser Eintrag wurde verfasst am Freitag, 19. Januar 2007 um 18:58 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

7 Kommentare »

7 Kommentare zu “Kein “caipi” am Bürgerfest 2007!”

  1. Bea meint:

    Meine Güte, dürfen dann auch nur Europäer hin, bitte? keine Touristen? Was soll diese kulturelle Abgrenzung denn?
    Und wenn es zu musikalischen BEiträgen kommt, dann bitte keinen Jazz oder ähnliches, das ist ja schließlich nicht ursprünglich europäisch…

  2. Grüne Jugend Schwaben :: Blog meint:

    Die spinnen, die Regensburger?…

    Also scheinbar mindestens einer, nämlich deren Kulturreferent Klemens Unger. Der will nämlich (laut Regensburg-Blog) allen ernstes “uneuropäische” Waren, Speisen und Getränke vom dortigen Bürgerfest fernhalten. Und nächstes Jahr gibt&…

  3. Egmar Gäßler meint:

    Hi

    was ist da für ein Stil, “den Unger” zu beleidigen, bloß weil man dessen Entscheidung nicht mag?

    Für ein gewisses Niveau des Schreiberlings spricht das nicht gerade – und das Bürgerfest richtet sich schließlich an Leute mit einem gewissen Mindest-Niveau.

    Also soll dieser Schreiberling ruhig vom Bürgerfest Regensburg wegbleiben, er wird sicher genügend andere Plätze finden, an denen ER so ticken kann wie er mag.

    Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    Egmar

  4. Gitarreninstitut meint:

    Das Regensburger Bürgerfest zu zu “beschneiden” halte ich auch für völlig falsch… Denn Regensburg besteht nicht nur aus Europäern. Wir rühmen uns als Studentenstadt, WELTkulturerbe usw. Das Bürgerfest unter ein Motto zu stellen halte ich für gut, das Motto allerdings als Abgrenzung gegen andere Kulturen zu benutzen ist glaube ich nicht das was Regensburg will! Und nicht zuletzt kommen auch “nicht-Europäer” zum Fest und lassen ihr Geld an den Ständen…

    Keep it Real, seid fair, und immer Weltoffen – that’s it!

  5. Peter meint:

    Mein Gott, was für eine Aufruhr!
    Da sollen sich die Herrschaften mal alle in den Flieger setzen und die nichteuropäische Welt abklappern.
    Bin mal gespannt, wieviel Europa Ihr in nichteuropäischen Staaten bei Stadt-/Dorf und Bürgerfesten so antrefft.
    Unsere Touristen kommen nicht nach Regensburg um ihre eigene Kultur (auch Esskultur) kennenzulernen, sondern die europäische.
    Glaubt Ihr vielleicht, ein Chinese würde z. B. unseren Pseudo-Chinesenfraß wiedererkennen.
    Und wenn da so ein Bea-Klugsch… meint, dass Jazz nicht seinen europäischen Ursprung hat, der soll sich, bevor geistiger Müll ensteht, mal z. B. über “Wikepedia” kundig machen.>http://de.wikipedia.org/wiki/Jazz

  6. Silvia St. meint:

    Im Sinne von “Weltoffenheit” finde ich persönlich dieses Motto nicht so passend.
    Könnte doch sehr nach Diskriminierung von Nicht-Europäern aussehen.

    Ausserdem was ist mit den Ausstellern, die plötzlich nicht mehr in dieses Schema passen und jahrelang mitmachen durften? Find ich auch nicht so gut ….

    Grade die Vielfalt macht doch so ein Fest erst richtig schön, oder nicht?

  7. M.A.I.S. meint:

    Hallo Leute,

    jetzt erst mal gaaaanz ruhig bleiben. Also ich bin Regensburger und mein Vater ist Ausländer. Außerdem bin ich ein Bürgerfestbesucher der ersten Stunde also seit 1973. Seitdem habe ich wirklich keines der Feste verpasst. Ich bin sehr für kulturelle Vielfalt und das spiegelt Regensburg ja ganzjährig wider. Wenn ich allerdings die Bürgerfeste der letzten Jahre so betrachte, muß ich feststellen, daß es inzwischen schon wesentlich leichter wurde, asiatische Snacks zu bekommen als eine Bratwurstsemmel. Nichts gegen die Vielfalt, aber dabei sollte eine Stadt wie Regensburg auch noch ihre eigene Identität wahren.
    Und wenn ausländische Touristen schon als Argument herangezogen werden, dann möchte ich dazu folgendes sagen.
    Wenn ich als Tourist beispielsweise nach Spanien fahren würde, dann würde mich dort bei einer spanischen Feier eher die landesübliche Küche und die landesüblichen Traditionen interessieren. Es bedeutet meiner Meinung nach auch nicht, daß man sich kulturell ABGRENZT, wenn man ein Motto aufstellt, unter das das Fest gestellt wird, man sollte es eher als Chance sehen, den europäischen Gedanken zu leben und zu fördern.
    Und jetzt noch etwas am Rande: Wenn ich asiatisch essen gehen möchte oder das unbändige Verlangen nach einem Caipirinha verspüre oder genau an diesem Wochenende plötzlich einen schier unstillbaren Heißhunger auf mexikanische Jalapenos bekomme, kann ich ja trotzdem jederzeit in die ganzjährig geöffneten Lokale gehen, die genau diese Dinge anbieten, die werden nämlich während des Bürgerfests auch nicht geschlossen. Also bitte macht euch locker und einen Tipp an milos: versuch mal eine Karriere bei der Bildzeitung, die suchen ständig nach Leuten, die aus Mücken Elefanten zaubern

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