Hallo Xaverlfreunde,
da habe ich mir die Begleithundeprüfung am Boxerplatz (Boxer sind hier Hunde und keine Klitschkos) inkognito angesehen und war ganz erstaunt, dass man wieder in alte Suchten zurückfallen tut. Früher war das doch so: Die/der Frau/Herr legte ihrem/seinem Hund das Halsband um, leinte ihn an und ging mit dem Hund spazieren. Das Halsband heißt so, weil man es um den Hals herum legt und da kann der Hund nicht so ziehen und muss hingehen wo die/der Frau/Herr es will, oder fast will.
Heute ist es meistens anders: Die/der Frau/Herr legt ihrem/seinem Hund das Zuggeschirr an, leint ihn an und auf geht’s. Das Zuggeschirr liegt nicht um den Hals herum und dadurch kann der Hund so richtig anziehen. Der Hund schleift also ihren/seinen Frau/Herrn durch die Gegend und die/der Frau/Herr folgt ordentlich, so wie es sich für eine/en neue/en, der Zeit angepassten Hundebesitzer/in gehört. Das ist so richtig, weil sonst würde der Hund ein Halsband und kein Zuggeschirr tragen. Wenn der Hund dann die Passanten freudig begrüßt und seine Pfotenabdrücke an Mänteln und Hosen hinterlässt, dann darf man nicht schimpfen, weil man sonst kein Tierfreund nicht ist. Wird man dann noch gezwickt, versichert die/der Besitzer/in, dass das eine Ausnahme ist, weil der Hund dieses garnie noch nicht gemacht hat. Und wenn die Hunde andere Hunde treffen und es wird lustig gerauft, dann ist das ganz normal, weil unsere Kinder das ja auch tun.

Und nun war da eine Prüfung wo diese Neuheiten nicht mehr erlaubt waren. Der Hund musste dahin gehen wo die/der Frau/Herr hingehen wollte, durfte Passanten nicht mehr freudig anspringen und musste sich auch in Straßenverkehr sittsam betragen. Passanten und andere Hunde durften nicht mehr gebissen werden und alles was ein Hund so anstellt war nicht mehr erlaubt.
Und wenn er, der Hund, dann ein braver, gesitteter Hund war, bekam er von der Richterin ein Papier worauf der/dem Besitzer/in bestätigt wird, dass er einen ordentlichen Begleithund hat. Aber davor mussten auch die Besitzer eine Prüfung ablegen, weil wenn der Besitzer keine Ahnung nicht hat, dann nützt es nichts wenn er eine gescheiten Hund hat. Und weil die Besitzer gescheit sein mussten waren es von sieben Besitzern sechs Frauen und nur ein Mann. Die Weiber sind halt auf den Vormarsch.

Aber so ein gut erzogener Hund, das ist schon eine Freude. Das sollten die anderen Hundebesitzer schon nachmachen.
Des san scho Hund de Hund (Für Norddeutsche: Großes Lob)
Servus Euer Xaverl
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