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Der Künstler Ernst Hingerl erinnert mit seinem Werk an den Eisernen Vorhang. Das Werk kann man an der Donaulände betrachten.
Der ehemalige Stadtgraben bildet heute einen großen Teil des Herzogsparks. Die 1552 vom Grafen von Ebersstein errichte Bastei wurde 1656 und 1706 erweitert 1804 kaufte der Fürstlich Thurn & Taxissche Geheime Rat Friedrich Ritter von Müller das Gelände. Seit 1935 ist es im Besitz der Stadt Regensburg. Über den gesamten Herzogspark verteilt befinden sich botanische Lehrgärten.
Weitere Informationen bietet die Regensburger Baudenkmal-Datenbank
http://www.regensburg.de/welterbe/denkmal_db/index.shtml
(Alter Xaverl aus dem Seniorenblatt – aber immer noch aktuell)
Bayerische Frauen sind fleissig, sagt die Ministerin, weil 60% davon berufstätig sind. Aber 40% arbeiten nicht und diese sind faul. Sie hat nicht gesagt, dass die 40% faul sind, aber wenn die 60% die arbeiten nur fleissig sind, dann müssen doch die, die nicht arbeiten, faul sein. Das ist so weil nur die fleissig sind, die berufstätig sind.
Wenn eine Frau zu Hause bleibt und ihre eigenen Kinder aufzieht ist sie nicht fleissig. Täte sie in einen anderen Haus fremde Kinder aufziehen, dann wäre sie fleissig, weil sie dann in die Arbeit geht und das nennt sich dann berufstätig sein.
Wenn jetzt zum Beispiel die Maier Marie nicht ihre eigenen Kinder sondern die Kinder von der Huber Zenzi aufziehen täte, dann wäre die Maier Marie fleissig weil sie in die Arbeit geht und darum berufstätig ist.
Wenn jetzt auch noch die Huber Zenzi die Kinder von der Maier Marie aufziehen täte, wäre dann auch die Huber Zenzi fleissig weil nur die faul ist die die eigenen Kinder aufzieht, weil die dann nicht berufstätig ist.
Weil aber die Huber Zenzi der Maier Marie das Aufziehen der Kinder bezahlen muss, und die Maier Marie dadurch weil sie jetzt fleissig und berufstätig ist Steuern und Abgaben bezahlen muss, bekommt sie nicht soviel wie sie für das Aufziehen ihrer Kinder bezahlen muss.
Daher bekommen die Huber Zenzi und die Maier Marie für ihre Arbeit nicht so viel Geld wie sie zahlen müssen, und können sich die Erziehung ihrer Kinder so nicht mehr leisten. Sie müssen dann zu Hause bleiben und ihre eigenen Kinder selbst aufziehen und sind deshalb nicht mehr fleissig.
Fleissig kann also nur die Frau sein, die viel Geld hat und sich das leisten kann. Die Ministerin hat viel Geld und hat sich ihre Kinder aufziehen lassen und hat daher gearbeitet und ist fleissig.
Das ist so, weil die Ministerin das sagt und die hat studiert und muss es darum wissen.
Nix für unguat
Euer Xaverl
(Alter Xaverl aus dem Seniorenblatt – aber immer noch aktuell)
Als Kinder gingen wir in den Wald und mussten dort nach Schwammerl (preissisch Pilze) suchen und danach diese putzen und essen. Und weil die Schwammerl im Wald wuchsen und nichts gekostet haben, und wir arm waren, bekamen wir jeden zweiten Tag Schwammerl zu essen.
Im Wald wuchsen auch Heidelbeeren und Brombeeren und Himbeeren und die haben auch nichts gekostet, und darum haben wir die auch immer gegessen.
Im Herbst haben wir dann beim Bauern bei der Erdäpfelernte (preissisch Kartoffelernte) geholfen und dafür soviel Erdäpfel bekommen wie wir selber essen konnten. Und darum haben wir auch viele Erdäpfel gegessen. Wir bekamen Reiberdatsche (preissisch Kartoffelpuffer) und Fingernudeln (preissisch Krokettenvariante) und alles, was man aus Erdäpfeln machen konnte.
Vor kurzer Zeit habe ich in die Speisekarte von einem ganz teueren Restaurant hineingesehen, und da bin ich ganz erschrocken.
Da standen Schwammerl auf der Karte und Kartoffelpuffer, was ja Reiberdatsche sind, und alle die Sachen die ganz billig sind und wir darum essen mussten. Da waren Heidelbeernachspeisen und da stand auch Waldfrüchte. Und Erdäpfelgerichte mit vielen Spitznamen standen auf der Karte.
Und das essen also die ganz reichen Leute. Der Sepp, der mit mir auch in die Karte hineingeschaut hat, ist auch ganz erschrocken.
Da kann man sehen, dass es uns wirklich sehr schlecht geht.
Nix für unguat
Euer Xaverl
(Alter Xaverl aus dem Seniorenblatt – aber immer noch aktuell)
Wer viel studiert hat und darum ganz gescheit ist, der wird Manager.
Der Manager ist der Mensch der ein Unternehmen leiten tut. Aber wenn er den Betrieb gut führen tut und der Betrieb Gewinne macht und gut da steht, dann ist man mit ihm zufrieden und er bekommt monatlich sein Geld. Wenn er aber den Betrieb schlecht führen tut und der Betrieb langsam kaputt wird, dann gibt man dem Manager viel, viel Geld, dass er geht und den Betrieb nicht noch ganz kaputt machen tut. Man muss ihm viel Geld geben, weil er ein mächtiger Mann ist. Er bekommt dann viele Jahresgehälter und braucht nicht mehr zu arbeiten.
Weil ein Manager also gescheit ist, weil er ja viel studiert hat, macht er seine Arbeit also schlecht, dass es dem Betrieb ganz schlecht geht und er viel Geld bekommt damit er gehen tut, weil sonst der Betrieb ganz kaputt geht.
Das ist so bei den Managern.
Dann nimmt die Firma einen Manager, der nicht so gescheit ist und der den Betrieb wieder hochbringen tut. Er darf nicht so gescheit sein, sonst würde er auch schlecht arbeiten dass er gehen muss und dafür viel Geld bekommen täte. Aber die Dummen sind nicht immer so dumm wie man meint.
Und darum kommen manche Dumme zu einer guten Stellung.
Die Bahn zum Beispiel hat keinen Manager sondern einen Frisör eingestellt. Es muss ein Frisör sein, weil er gut frisiern kann, und das kann doch nur ein Frisör. Er hat die Bilanzen frisiert wie ich am 22. September in der Bildzeitung gelesen habe. Und die Bildzeitung weiss das alles und schreibt dies in die Zeitung hinein, dass wir wissen was in der Welt so los ist.
So sorgt die Bildzeitung für die Bildung der Leute. Und darum ist es wahr.
Man geht zum Frisör dass man gut ausschaut, und weil der Manager ein Frisör ist, frisiert er die Bilanzen dass sie gut ausschauen, und alle freuen sich wie schön die Bilanzen sind. Und darum darf er auch bleiben weil er alles so schön macht. Und Schönheit überdeckt alles.
Weil schon Friedrich von Schiller gesagt hat: “Die Schönheit war immer der Gott der Welt”. Und das stimmt weil Schiller ein großer Dichter und auch ein Spezl von Goethe war.
Wir einfachen Arbeiter können das nicht verstehen, aber das ist darum weil wir nicht studiert haben und darum dumm sind.
Wir dürfen auch nicht schlecht arbeiten, sonst werden wir entlassen und kriegen kein Geld nicht.
Aber das macht nichts weil wer reich ist, immer in Sorge ist, wieder arm zu werden, weil er ja viel verlieren kann. Wir können nichts verlieren, weil wir nichts haben,
und sind glücklich weil wir so anständig sind.
Schon Napoleon I hat gesagt:
“Das sicherste Mittel, um arm zu bleiben ist, ein anständiger Mensch zu sein”. Und weil wir anständig sind bleiben wir arm.
Aber der Napoleon war ein Franzose und da weiss ich nicht ob der nicht geschwindelt hat.
Nix für unguat
Euer Xaverl
Weitere Infos siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Gundermann








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