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Woyzeck
Unter allen großen Werken
Lobt man Büchner´s Woyzecks Stärken,
welcher zeigt in diesem Stück,
wie´s ´nen Mann geht ohne Glück
Tragisch endet die Geschichte
wie ihr hört in dem Gedichte -
auch der Büchner wurd´ nicht alt -
mit dreiundzwanz´g´ war ´er schon kalt.
Er hat das Werk nie fertig g´macht,
drum haben viele nachgedacht,
weil hier man kann nach Wunsch gewichten,
und immer was dazu noch dichten.
Der Woyzeck war ein armer Bua,
´ne wirklich arme Kreatur,
hat Geister g´seh´n und hat gelitten,
weil damals waren hart die Sitten.
Was heute nennt man große Liebe,
das waren damals böse Triebe.
Der Liebe Kind – dass so endstand,
ein Fehltritt war und allerhand.
Der Woyzeck seinen Chef rasiert,
was dieser ausnützt ungeniert,
ihn schimpft weil er gar unbedacht,
der Marie hat ein Kind gemacht.
Er sagt …. dann auch noch nebenbei:
“Dei` Marie ist dir auch nicht treu -
Sie ist doch eine von den Tanten,
die´s immer treib´n mit´n Musikanten”
Das stinkt dem Woyzeck wie man sieht,
und es ihm nach dem Wirtshaus zieht,
wo dieser Trommler immer ist – …
das blöde Musikantenbiest.
Der Woyzeck drum ins Wirtshaus schaut,
und wütend auf den Trommler haut.
Doch dieser ist ein starker Mann,
den Woyzeck nicht besiegen kann.
Noch schlimmer kommt´s – ihr müsst nicht fragen,
der arme Woyzeck wird geschlagen,
geprügelt wird er grün und blau,
von dieser Musikantensau.
Die Wut – sie sprengt ihm fast die Brust,
er rennt zur Marie voller Frust,
und rennt ihr voll das Messer rein -
mit dem sollst du nicht glücklich sein.
Dann geht er nochmals auf ein Bier,
was dann folgt – ja das kennen wir.
Er rennt dann zu dem Teich hinunter,
hupft eine dann – …. und geht gleich unter.
Von Ferne klingt ´ne Melodie,
ganz traurig – weil der Held ist hie.
Und darum hat man ob´n in Hessen,
den armen Woyzeck nie vergessen.
Henry Bird



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