Heute gibt es Freibier sagte der Schori weil eine Wunderheilung durch die Schwefelquelle passiert ist. Und dann erzählte er.
Jeder weiss, dass die Frau Maier (Name geändert) nie in der Prärie spazieren geht, und darum war ich sehr überrascht, dass sie in Burgweinting (Stadtteil von Regensburg), da beim Naturschutzgebiet spazieren gegangen ist, wo sie doch da noch nie gegangen ist.
In diesem Gebiet ist eine Schwefelquelle wie ihr wisst, die wenn das Wetter passt, schon gewaltig stinken tut. Und erzählte er weiter, dort ist dem Fonse sein Enkerl, der Fere gestanden, gerade als die Frau Maier vorbeikam, und hat ein bißchen gegrunzt. Die Frau Maier hat nicht gewusst, dass da eine Schwefelquelle ist, und hat ihn sofort fürchterlich geschimpft und gebrüllt, dass er ein ordinäres Schwein sei. Er hat ganz dreckig gegrinst und hat gesagt, dass er annehmen täte, dass sie so stinkt, weil er es nicht gewesen ist. Und da ist sie ganz rot angelaufen und hat zu zittern angefangen, und hat ihm eine geschallert. Die Watschen (Ohrfeige) war ganz harmlos. Trotzdem hat er sich, wie er es beim Fußball gelernt hat, sofort fallen gelassen, und hat sich vor Schmerzen gekrümmt.
Die Frau war ganz erschrocken und ganz entsetzt, weil sie sich so gehen hat lassen. Da kam ich dazu und fragte scheinheilig was los ist. Die Frau Maier hat zu weinen angefangen und war ganz klein und hat gesagt, sie hat sich so aufgeregt weil der Bub gepupst (preussisches Spitzwort für Furz) habe, und ihr den Gestank untergeschoben habe.
Ich habe die Frau aufgeklärt, dass das hier eine Schwefelquelle sein tut, und die stinkt wenn das Wetter passt immer so, und dass der Bub wirklich ganz unschuldig sein tut. Da wurde die Frau Maier noch weißer und ich hob den Kleinen auf und stützte ihn, weil er immer noch so leidend war.
Die Frau Maier sah mich an und sagte, dass es ihr sehr, sehr leid täte und was sie tun könnte, um das wieder gut zu machen. Ich meinte da könne sie schon was springen lassen. Da tat doch die Frau Maier einen Hundert-Euroschein raus und drückte ihn in mir die Hand. Ich sagte ich kenne den Fere seine Leute und kann das vielleicht schon in Ordnung bringen. Da hat sie mir noch einen Schein in die Hand gedrückt,
Ich habe den schwer verletzten Fere dann fort getragen. Nachdem die Frau Maier uns nicht mehr sehen konnte habe ich den Fere auf die Beine gestellt und ihm einen der Scheine gegeben. Er war schlagartig wieder gesund.
Den anderen Schein habe ich mitgebracht und der wird jetzt versoffen. Und jetzt lassen wir den kleinen Fere hochleben und trinken auf seine schnelle Heilung.
So war das mit der Wunderheilung. Prost und nix für unguat
Euer Xaverl




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