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Mi
17
Dez '08

Henry Bird – Die Weihnachtsfeier

Wenn das Jahr zu Ende geht,
am Kalender der Dezember steht,
dann weiß der Müller und der Meier,
demnächst gibt´s eine Weihnachtsfeier,
und dazu ladet man gern ein,
bei Glühwein und bei Kerzenschein.

Doch vorher gibt es viele Fragen,
und darum muss man vorher tagen.
nur so gelingt die Weihnachtsfeier,
dass weiß der Müller und der Meier.
So setzt man ne Besprechung an,
wo jeder etwas sagen kann.

Was darf man wirklich nicht vergessen?
Was gibt’s zu trinken und zu essen?
Was soll zur Feier man so singen?
Und wer will die Getränke bringen?
Denn so was will besprochen sein,
und jeder bringt dazu was ein.

Die Feier – die soll lustig sein,
nein sagt der Müller – niemals – nein
Und aufgeregt rührt sich der Meier,
ich stell mir vor ne stille Feier,
wo man sich auf das Fest einstimmt
und ernste Weihnachtslieder singt.

So traurig muss es doch nicht sein,
wirft aufgeregt der Huber ein.
Man muss zwar an den Anlass denken,
doch darf man ja auch fröhlich schenken,
weil fröhlich doch das Christkind lacht,
und dieses doch viel Freude macht.

Ganz wichtig ist es – nicht vergessen,
wir brauchen auch noch was zum essen,
und jeder wird dazu gefragt,
so ist das halt – wenn man so tagt.
Und wieder gibt es viele Fragen,
d´rum muss man wirklich lange tagen.

Das alles klappt zur Weihnachtsfeier,
das ist nicht einfach – sagt der Meier,
und so wird weiter fest getagt,
es wird geredet und gefragt.
Die Müdigkeit – die bringt die Wende,
und so kommt dann der Tagung Ende.

Heut ist der Tag der Weihnachtsfeier,
da steht der Müller und der Meier,
gekleidet dunkel und in Tracht,
dass man ´nen guten Eindruck macht
Der Vorstand fängt zu reden an,
das ist – was so ein Vorstand kann.

Er spricht von Frieden auf der Erde,
auf das ein jeder glücklich werde,
und spricht so alles was man sagt,
man hat ja vorher rumgefragt..
Nachdem die Rede ist zu Ende,
dann kommt der Weihnachtsfeier Wende.

Und feierlich hört man es singen,
von Glocken die ganz hell erklingen,
und auch das Lied – Oh Stille Nacht,
weil diese Lied doch Stimmung macht.
Danach ist Stille – und man schweigt,
ein Weihnachtsfilmchen wird gezeigt.

Und später isst man unverkrampft
Die Plätzerl – und der Glühwein dampft,
weil alle fröhlich feiern wollen,
bei Plätzerl, Kuchen und bei Stollen
Und fröhlich sagt der ernste Meier,
gar schön ist diese Weihnachtsfeier

Zusammen sitzt man ungezwungen,
die Weihnachtsfeier ist gelungen.
Und nächstes Jahr trifft man sich wieder,
und singt ganz ernst die gleichen Lieder.
Der Müller und der ernste Meier,
zusammen bei der Weihnachtsfeier.

Doch vorher gibt es viele Fragen
Das ist ein Grund – da muss man tagen,
was trinkt man – was gibt es zum Essen,
was darf man wirklich nicht vergessen
wie – wo – warum – und wann
Und alles fängt von vorne an.