Am 27. Mai 2008 berichtete die MZ
Alles nur ein leeres Wahl-Versprechen?
Die Organisatoren des Kumpfmühler Stadtteiljubiläums, die kürzlich den Zwischenstand ihrer Planungen bekannt gaben, hatten ursprünglich darauf spekuliert, das Kleinod aus dem 18. Jahrhundert würde rechtzeitig aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden und für die 1000-Jahr-Feier in neuem Glanze erstrahlen. Denn schließlich hatte kein Geringerer als OB Hans Schaidinger im November 2007 eine zeitnahe Sanierung in Aussicht gestellt. Wenige Monate zuvor war anlässlich der Öffnung des Bürgerheimparks für die Allgemeinheit ein Nutzungsvorschlag präsentiert worden: Aus dem Salettl soll ein Betriebsgebäude für das Gartenamt werden.
Bei einer Besichtigung des Objekts raubte Planungsreferentin Christine Schimpfermann dem Festkomitee um Hubert Wartner dann aber schnell jede Hoffnung, dass das Projekt bis zu den Fest-Höhepunkten abgeschlossen sein könnte. Zu groß ist offenbar der Sanierungsaufwand, zu hoch seien die Kosten, als dass die Maßnahmen so nebenbei geschultert werden könnten.
Wartner und Co nahmen’s zur Kenntnis und versuchen nun, aus der Not eine Tugend zu machen. Wenigstens als Kulisse kann das Salettl ja doch herhalten. Kritik daran, dass das Wahl-Versprechen nun doch nicht so rasch eingelöst wird, äußerten sie nicht. Dafür hielten andere Kumpfmühler, die die MZ mit dem Thema konfrontierte, mit ihrer Enttäuschung nicht hinterm Berg.
Dr. Hermann Reidel etwa hält die Kosten für ein Scheinargument. „Geld müsste da sein, es ist nur die Frage, wie man es verteilt.“ Letztlich hänge die Sanierung des Salettls „vom politischen Willen“ ab. Dem Kunsthistoriker Reidel fehlt jedes Verständnis dafür, dass das Objekt, bei dem es sich um eines der ältesten Gebäude im gesamten Stadtteil handelt, über viele Jahre hinweg vernachlässigt wurde; dies sei für das „Welterbe“ unwürdig.
… und so schaut das Salettl heute aus:



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