Der Herrgott schaut vom Himmel runter,
das macht den Petrus sofort munter.
Er sprich zum Herrn. Ich muss es sagen,
ich kann die Welt nicht mehr ertragen.
Die Menschen sind so voller Gier,
sie raffen dort, sie raffen hier,
und wichtig nur in ihrer Welt,
ist Macht und Wohlstand, Ruhm und Geld.
Ach Herr du mußt die Welt bestrafen,
die Wölfe trennen von den Schafen.
Die Menschen sind zu übermütig -
Und du oh Herr - du bist zu gütig.
Schau Petrus nimm´s doch nicht so schwer,
sprach ruhig und gemach der Herr.
Ich könnte reinhau´n dass es kracht,
und demonstrieren meine Macht.
Doch schau im Park - siehst du den Alten,
der wollte einst die Welt verwalten,
und dachte dass nur er bestimmt,
die Richtung die die Welt dann nimmt.
Als Kleinkind wurd´er schon trainiert
Und später als er dann studiert,
war seine Laufbahn - die zu nehmen -
schon vorbestimmt- wie sein Benehmen
Er wurd´ geschliffen und gefeilt,
der Vater drückte - da es eilt.
Den Weg nach oben stürmte er,
er wurd´ berühmt - er war schon wer.
Und rücksichtslos mit List und Tücke,
zwängt er sich dann in jene Lücke,
auf das ein Großer er dann werde
mit Macht und Reichtum auf der Erde.
Er hat die Länder mitregiert,
nützt´ seinen Vorteil ungeniert,
er hat noch nie Gefühl gezeigt
hat da und dort was abgezweigt.
Er hat ganz ungeniert gelogen,
man sagt er hätte auch betrogen,
er hat die ganze Welt bereist,
er war gebildet - wie es heißt
Und trotzdem sah er nur die Steine -
Im Grunde war er stets alleine.
Er war so sehr von Macht besessen,
dass er was wichtig war vergessen.
Dann hab´ ich kurz mal eingegriffen,
hab´ ihn mal kurz zurückgepfiffen
Jetzt ist er wieder brav und bieder -
Ein Schlagerl nur, das warf ihn nieder.
Kaum war er nicht mehr stark und mächtig,
da stieß man ihn so niederträchtig -
wie´s er einst machte - voller Hohn -
hinunter dann von seinen Thron.
Und da ihn fehlte jede Kraft
hat man ihn auch dafür bestraft -
für das was er einst niederrannte -
Was früher man noch clever nannte.
Man hätt´ ihn beinah eingesperrt,
weil er die Wahrheit hat verklärt.
Nur weil er krank und leidend war
bekam Bewährung er ein Jahr
In seinen großen Ruhmeszeiten,
da waren dieses Kleinigkeiten.
Man hätt´ ihn niemals angeklagt
dass hätte keiner je gewagt
Er hätt sie´ an die Wand geklatscht,
hätt´sie retorisch dann zermatscht,
er war die Macht - er war das Geld
er hat bestimmt in dieser Welt.
Doch heute kann er nicht mal plappern,
heut´ kann er nur noch leise sappern
und wenn er doch noch leise spricht
verstehen ihn die Menschen nicht.
Schau Petrus - sprach gemach der Herr -
Schau ihn dir an - Er leidet sehr.
Heut´ weiß er, dass auch mit viel Geld
er nicht geändert hat die Welt.
Heut ist er klein und ohne Macht
weshalb er keine Fehler macht.
Er schaut den Vögeln ruhig zu
Und wünscht sich nur: Lasst mich ihn Ruh.
Er freut sich - wenn die Sonne lacht -
Er weiß - er hat viel falsch gemacht.
So sitzt er da, er schaut und denkt
Ein And´rer die Geschicke lenkt.
Das Schicksal hat ihn hart getroffen
Was soll er sich auch noch erhoffen
Und wenn die Sonne dann versinkt,
er mühevoll nach Hause hinkt.
Noch einmal kann er Ruhm erwerben,
doch dafür muss er erst mal sterben.
Dann kommen alle an sein Grab,
der beste Mann den je es gab,
sagt der, der ihn ganz schnell ersetzte
´ne Träne seine Wange netzte
und nochmals wird er hochgehoben
wenn einer stirbt muss man ihn loben
Der Chor und auch der Pfarrer singen,
und Lobeshymnen noch erklingen
Was war das für ein großer Mann,
den nicht genug man loben kann.
Auch seine Feinde stimmen ein,
Die Presse schreibt nicht mehr gemein,
Man braucht ihn wirklich nicht zu hassen,
er hat die Erde schon verlassen
Schau Petrus sprach der Herr mit Ruhe,
bevor ich hier was ändern tue
Wenn manche Menschen auch entarten,
man muss da nur ein bisschen warten
Er war der Größte unter allen
Nun wird zur Erde er verfallen
Und lange ist er schon vergessen
bevor ihn noch die Würmer fressen
Henry Bird
Xaverl: Do hod da Henry owa scho a an de Banka denkt.
Übersetzung: Da hatte der Henry aber schon auch die Banker im Auge.
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