Archiv für den Tag: 20.11.2010

Ein Kreuz mit dem Kreuz

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Xaverl: Wenn d Kinda im Stadtteil Burgweinting in d Schui genga und üwa d Strass miassn, dann laffan s direkt af a Kreiz zure. Des war scho imma so und hot nix gmacht. Owa neiadings woass ma, dass des gfährlich sei ko. In da Albert-Magnus-Schui homs des Kreiz weg doa miassn, weil a Bua wenn a a Kreiz siegt Angst kriagt und nimma lerna ko. Drumm is der Bua als Gegnmittl an Hallowin a als Deife umanand grennt. Wenns huift.

Owa ois hot a wos guats. Wenn ohna bled is, schiabt as afs Kreiz, des hotn durchananda brocht.

Übersetzung: Wenn die Kinder im Stadtteil Burgweinting in die Schule gehen und die Straße überqueren müssen, laufen sie direkt auf ein Kreuz zu. Das war schon immer so und war kein Problem. Aber neuerdings weiss man, dass das gefährlich sein kannt. Im Albertus-Magnus-Gymnasium musste das Kreuz entfernt werden, weil ein Schüler durch das Kreuz in Angst versetzt wurde und nicht mehr lernen konnte. Und darum lief der Knabe am Halloweentag als Teufel durch die Gegend um dem gefährlichen Einfluss des Kreuzes entgegen zu wirken. Wenns hilft.

Aber kein Nachteil ohne Vorteil. Wenn einer in der Schule schlecht ist, kann er immer noch sagen, das Kreuz habe ihn irritiert.

Freie Fahrt wo und wie man will?

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Es rührt sich was in unserer Stadt. Das Kreuz wird abgehängt, die Radwege muss man nicht mehr benutzen, die …………… Warten wir ab was noch alles kommt.

Die Bilder unten zeigen welche Möglichkeiten man noch in Erwägung ziehen könnte. Die Fotos sind übrigens echt in Regensburg aufgenommen und nicht verfälscht.

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Xaverl: Jetzta muass ma am Radlweg ned unbedingt fohrn. Fohrt ma hoit wo ma wui. De om im Buidl zoagn wia s geh kannt. D Auto fohrn am Bürgersteig und d Radla a owa af da foischn Seitn und genga d Einbahnstrass. Und d Fuaßgänga. De soin dahoam bleim, de stenga sched im Weg.

Übersetzung: Jetzt muss man nicht mehr unbedingt den Radweg benützen. Jetzt hat man die freie Auswahl. Wie das Bild oben zeigt, wäre das eine Möglichkeit. Die Autos fahren am Bürgersteig und die Radfahrer auch, allerdings auf der falschen Seite und gegen die Einbahnstraße. Und die Fußgänger? Die bleiben besser zuhause, da sie im Straßenverkehr nur stören.

Nachtrag: Vorsicht: Es gibt auch Verkehrsregeln die noch zu beachten sind.

Kreuz abhängen

Selten wurden zu einem Thema so viele Leserbriefe geschrieben. Die einen sind dagegen und berufen sich auf die Traditionen, die anderen sind dafür und berufen sich auf das Gesetz.

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Da prallen die Meinungen aufeinander. Und sofort wird es unfair. Da wird die Schublade Ausländerfeindlichkeit gezogen. Was hat das mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, wenn man mit Aktionen einer Person mit ausländischen Wurzeln nicht einverstanden ist. Darf man nur noch Deutsche mit deutschen Wurzeln kritisieren?

Der Xaverl hat da eine Erklärung:

Xaverl: Wenn jetza a Stodara afs Land ziagt und glei gscheid daher red und sogt wos ma ois andast macha soit, dann ko der leicht hern. “Hau ab und geh hie wo st herkimmst.” Desweng hom de Landara no lang nix genga d Stodara. Sched genga den oana der gescheid daher red. Wenn ma jetza song dad des is a Stodarafeindlichkeit, dann segert jeda ei, dass des a Schmarm is, weil ja sched der oane Stodara gmoant is. Habt s as jetza kapiert?

Übersetzung: Wenn ein Stadtbewohner aufs Land zieht und sofort gescheit daherredet und alles umkrempeln will, dann kann er schon hören: “Hau ab und gehe dahin wo du herkommst.” Wegen dieser Aussage haben die Landbewohner doch nichts gegen alle Stadtbewohner. Das betrifft doch nur den, der alles verändern will. Wenn man jetzt von einer Stadtbewohnerfeindlichkeit sprechen würde, würde jeder erkennen, dass das doch unsinnig ist, weil sich die Ablehnung nur gegen diese eine Person richtet. Habt ihr das jetzt verstanden?