Heute gibt es in der Welt noch rund 7000 Sprachen. Wahrscheinlich sind bis Ende des 21. Jahrhunderts die Hälfte davon verschwunden. Darum hat die Unesco den internationalen Tag der Muttersprache vor elf Jahren eingeführt. Die Muttersprache ist die Sprache mit der wir aufwachsen, in der wir träumen, denken und auch schimpfen.

Xaverl: De is scho wichtig. Wer a Bayer is, owa net boarisch ren ko, der is a arma Hund. In boarisch kost Sachan song de auf deutsch a direkte Beleidigung warn.
Wenn i sog mei Nachbar is a Kratla und Hampara, weil er im Gartn und ums Haus an gscheitn Saustoi hot, so ko ma den scho so nenna. Üwasetzn derf ma des owa net, weil s sonst vielleicht a Beleidigung war. In boarisch is quase fast nix a Beleidigung. Owa vorsichtig muas ma trotzdem scho sei, weil vielleicht a Richta a Preis is und de boarische Mentalität no net gfressn hot.
Übersetzung: Die Muttersprache ist schon wichtig. Wer ein Bayer ist aber nicht bayerisch sprechen kann, ist ein armer Mensch. In bayerischen kann man Sachen sagen, die deutsch vielleicht eine Beleidigung wären. Wenn ich sage mein Nachbar ist ein ………. und ein ………… weil er im Garten und ums Haus eine chaotische Unordnung hat, dann kann man ihn schon bayerisch als ………. bezeichnen. Übersetzen darf man das aber nicht, da das übersetzte Wort vielleicht eine Beleidigung wäre. In bayerisch ist praktisch fast nichts eine Beleidigung. Aber vorsichtig muss man trotzdem sein, weil vielleicht ein Richter ein Nichtbayer ist und ihm die bayerische Mentalität fremd ist.
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