Archiv für den Monat: März 2012

Palmesel und Aprilochs

 

Xaverl: Moagn konnst Titl sammeln. Stehst z spat af, wirst da Poimesl und wennst de dann no in Aprui schicka, dann bist a Ochs a no.

Übersetzung: Morgen kann man Titel sammeln. Steht man zu spät auf, wird man der Palmesel und wenn man dann noch in den April geschickt wird, dann ist man auch noch ein Aprilochse.

Dona 2012 – Energiesparen

Xaverl: Benzin soi ma sporn– vahaut ma hoit an Strom – Strom soi ma a sporn – fohrt ma hoit mit m Radl. Owa ganz umsonst is nix. Wennst nix gscheits isst, host koa Schmoiz und dann geht gor nix meah.

Übersetzung: Benzin sollte man sparen – verbraucht man halt Strom – aber Strom sollte man auch sparen – fährt man eben Rad. Aber ganz umsonst ist nichts. Wenn man nicht ordentlich isst, verlassen einem die Kräfte und dann geht gar nichts mehr.

Straßenmaler in der Stadt

 

Xaverl: Do moit so a Mala mittn in da Stod s Abendmoi. Do ko i sched song. Sche. Ganz sche. D Leit hom zuagschaut und alle hot s gfoin. So wos mecht ma efta seng.

Übersetzung: Da malt ein Künstler in der Altstadt das Abendmahl. Dazu kann ich nur sagen. Schön. Sehr schön. Die Bürger sahen zu und alle waren begeistert. Solche Vorführungen möchte man öfter sehen.

Kröten unterwegs

Xaverl: De Blademouma de wissn wos se ghert. Do dragt s Weiwats an Mo umananda und dabei derf er an no a bißerl … Des miassat ma bei uns a eiführn.

Übersetzung: Die Kröten wissen wie es sein sollte. Da trägt die Frau den Mann spazieren und dabei darf er auch noch ein bißchen …. Diesen Brauch müsste man bei uns auch einführen.

Info: Blademouma ist ein alter baierischer Ausdruck mit dem alle froschähnlichen Tiere bezeichnet werden. Wahrscheinlich bedeutet das Wort geblähte Mutter.

Enrico Uccello – Urban Priol

  

Xaverl: Da Priol kummt am Pfinsta nach Rengschburg. Do stenga da d Hoor senkrecht in d Heh. Owa sched de, de ma no hot. Boid muass ea üwa a neie Frisur nachedenga. Ea is in Aschaffnburg af d Wäit kumma. A Franke hoit, fast scho a Baya.

Übersetzung: Der Priol kommt am Donnerstag nach Regensburg. Da stehen einem die Haare senkrecht zu Berge. Aber nur die, die man noch hat. Bald muss er sich Gedanken über eine neue Frisur machen. Er erblickte in Aschaffenburg das Licht der Welt. Ein Franke, fast schon ein Bayer.

Nachtrag für Schüler: Im Geografieunterricht muss man, um Fehler zu vermeiden, die Franken zu den Bayern zählen. Franken sind schon auch Bayern, aber sie wollen selbst keine Bayern sein, was die Bayern allerdings auch nicht traurig macht.

Enrico Uccello – Desiree Nick

 

Xaverl: Desiree Nick kummt am Moda und Irda nach Rengschburg. Am Moda lest s wos. Des hoasst „Gibts a Lem nach Fuchzge?“ Und am Irda spuit s de Fosta Tschenkins. Sie is net wia de andern. Owa wer des mog, dea is bei ihr genau richtig. Und ihr Voastellung hoaßt :  SOUVENIR – Leben der Florence Foster Jenkins. Des basst zu ihr. 

Übersetzung: Desiree Nick kommt am Montag und Dienstag nach Regensburg. Am Montag liest sie „Gibt es ein Leben nach Fünfzig?“ Und am Dientag spielt sie die Foster Jenkins. Sie ist eine außergewöhnliche Person. Aber wer das außergewöhnliche liebt der ist bei ihr goldrichtig. Ihr Programm: SOUVENIR – Eine Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins sagt alles. Das Thema passt perfekt zu ihr.

Hinweis: Florence Foster Jenkins starb 1944. Sie galt als die schlechteste Sängerin der USA. Kurz vor ihrem Tod sang sie mit 76 Jahren noch in der Carnegie Hall. Die Vorstellung war bereits Wochen vorher ausverkauft war. Die Karten am Schwarzmarktpreis waren sagenhaft hoch. Die Leute waren begeistert und sie bekam die schlechtesten Kritiken.

Weiterer Hinweis: In Bayern sagt man zu den Wochentagen wie folgt: Moda, Irda, Migga, Pfinsta, Freita, Samsdog und Sunnta.

 

Enrico Uccello – Gauck gegen Klarsfeld

Xaverl: Am Sunnta wird wieda a neia Bundespräsident gwäiht. An Siega homs scho. Uns wollns ja weiss macha, dass des unsa Präsident wird. Des is ned ganz richtig. Den derfa nämlich sched de Großkopfertn wähln und drumm is ea a sched da Präsident von de Großkopfatn. Owa des hod a an Voateil. Do kenna mia bei dea Manklerei nix foisch macha. I frog mi ja warum s üwahapt wäin. Da Siega steht doch scho fest.

Übersetzung: Am Sonntag wird wieder ein neuer Bundespräsident gewählt. Ein Sieger ist schon gefunden. Uns wird ja gesagt, dass das unser Bundespräsident wird. Das ist so nicht ganz richtig. Gewählt wird er nur von den Arrivierten und darum ist er auch nur der Präsident der Oberen Zehntausend. Aber diese „Wahl“ hat auch einen Vorteil. Wir können bei dieser Wahl auch nichts falsch machen. Ich frage mich allerdings warum man da überhaupt wählt. Der Sieger steht doch schon fest.

Enrico Uccello – Helmut Schleich ist heute in Regensburg

 

 Xaverl: Da Schleich is heit in Rengschburg. Sei neis Programm is „Nicht mit mir“ . Des is dea von da Spezlwirtschaft. Dea lasst an Franz Josef Strauß und andere imma wieda aflem. Bei uns sagt ma üwa eahm. A Hund is ea scho.

Übersetzung: Der Schleich ist heute in Regensburg. Sein neues Programm nennt er „Nicht mit mir“. Das ist der Darsteller der Spezlwirtschaft. Er lässt den Franz Josef Strauß und andere Figuren immer wieder auferstehen. Bei uns lobt man ihn als cleveren Darsteller.

Enrico Uccello – Dieter Nuhr Fotoausstellung

 

Xaverl: Vui kena an Nuhr sched als Kabarettist. Owa schene Fotos hod ea a gmacht. Do gibt s de Dog in Rengschburg a Ausstellung. Des Buidl om is foisch. Natürlich hod da Nuhr ned eahm säiwa sondan ganz wos anders fotografiert.

Übersetzung: Viele kennen den Nuhr nur als Kabarettist. Aber er hat auch schöne Fotos gemacht. Zur Zeit kann man in Regensburg in einer Ausstellung die Fotos betrachten. Das Bild oben ist irreführend. Natürlich hat der Nuhr nicht sich selbst sondern andere Themen fotografiert.

Schloss Bellevue – Das beschädigte Amt und …

 

Xaverl: Schloss Bellwü hoasst eigentlich sche zum umananda schaun. Owa sche is do glei gornichts mea. Owa da Hausherr is ja endlich weida und jetza kannt ma zu reparirn ofanga. Owa wenn so vui hi is, is bessa man reissat des Glump glei weg.

Übersetzung: Schloss Bellevue bedeutet eigentlich schöner Blick. Gut schön ist da nichts mehr. Aber der Hausherr ist endlich ausgezogen und nun kann man alles wieder reparieren. Bei diesen immensen Beschädigungen wäre aber ein Abriss vorzuziehen.

Nachtrag: Der Xaverl schreibt hier populistischen Blödsinn. Die Regierenden wissen schon warum das Volk den Bundespräsidenten nicht wählen darf. Das Volk hat eben eine sehr veraltete Ansicht von Anstand und Ehre. Wie man am Ehrensold sieht weicht die Meinung des Volkes weit von den modernen politischen Entscheidungen ab.

 

Am Nockherberg – Der Regensburger Hosenschoaß

 

Xaverl: Am Nockaberg hod d Bawaria wos vom Rengschburga Hosnschoaß vazäit. Des is so a Sach. Wos is a Hosnschoaß? Bleibt a drin, herd man sched, owa stinga duad ea ned oda herd man net owa stinga duat a scho? Denkt s eich säiwa was megts. I woaß s net. Owa nix anständigs is gwis net.

Übersetzung: Am Nockherberg erzählte die Bavaria was von einem Hosenschoaß (in der Hose gefangener Darmwind) Das ist so eine Sache. Was ist ein Hosenschoaß genau? Bleibt er in der Hose und man hört nur das Geräusch, aber er stinkt nicht, oder hört man ihn nicht aber er stinkt? Denkt selbst was ihr wollt. Ich weiß sie nicht. Aber was anständiges ist es bestimmt nicht.

Heinz Vogl – Da stimmt doch was nicht (104)

Und weiter geht es mit der Schwindelei. Auch hier verbirgt sich ein Fehler. Aber wer kennt Regensburg und diese Kirche so gut, dass er den Fehler findet.

Wenn Sie Regensburg wirklich kennen und den Fehler finden, so schreiben Sie diesen doch bitte in den Kommentar. Nach der 110  bringe ich die Auflösungen 101-120 mit Bild.

Das Wort Ehre hat neuerdings eine andere Bedeutung.

Der Bundespräsident hat sich nicht gerade ehrenhaft verhalten und trat gezwungenermaßen zurück. Nun bekommt er den Ehrensold.

Die bekannte Brotfabrik hat das Bäckerhandwerk nicht gerade ehrenhaft vertreten und bekam dafür den Bundesehrenpreis.

Das könnte man noch fortsetzen …..

 

 Xaverl: Des is so a Sach mit de Wörta wos de bedeitn. Früha war des wos groß, wenn ma an Ehrnpreis griagt hod. Heit is des anscheinend umgekehrt. Vielleicht miassat ma heit an Unehrenpreis valeihn, fia d Leit de ma auszeichnen wui.

Übersetzung: Das ist schon ein Problem mit der Bedeutung der Wörter. Früher war das sehr positiv wenn man einen Ehrenpreis bekam. Heute ist das anscheinend umgekehrt. Vielleicht müsste man heute eine Unehrenpreis verleihen für Personen die man besonders auszeichnen möchte.

 

Ein lustiger Werbegag

Xaverl: Geh i so duach d Stod hupfa zwoa lustige Manschkal umananda. Vui Leit san rumgstandn. I frog an Mo, dea a do gstandn is, was des bedeitn soi. De Manschkal kennt ma aus m Videogspui, hod ea gsagt und de werm füa de Eaöffnung von meinm Lodn. Dann hob i de Manschkal glei mit dem Mo fotografiert. Wia de Manschkal hoassen hob i owa vagessn. Wenn oana woass, wia s hoassn, de zwoa, ko ea de Nama ja in den Kommentar eine schreim.

Übersetzung: Bei einem Stadtrundgang entdeckte ich zwei lustige herum hüpfende Figuren. Viele Leute standen rum. Ich fragte einen Mann, der auch da stand, ob er weiss was das bedeuten soll. Die Figuren kennt man aus einem Videospiel erklärte er und die werben für die Eröffnung meines Videoladens. Darauf habe ich die Figuren gleich mit den freundlichen Mann fotografiert. Den Namen der Figuren habe ich aber wieder vergessen. Wenn jemand die Namen der beiden Figuren kennt, kann er sie ja in den Kommentar schreiben.

 

Enrico Uccello – Helmut Ruge

Der Kabarettist ist ursprünglich diplomierter Soziologe und Psychologe. Der geborene Stuttgarter ist verheiratet und lebt seit 1967 in München.

Xaverl: Fuchtzg Johr steht ea jetza scho af da Bühne. Und manchn Spruch hot ea scho aussa lassn. De Dog is ea in Rengschburg.

Übersetzung: Fünfzig Jahre steht er bereits auf der Bühne. Und manchen Spruch hat er schon von sich gelassen. Zur Zeit tritt er in Regensburg auf.

Heinz Vogl – Telefonnummernsammler Facebook

Neuerdings können sich viele Facebookuser ohne Angabe ihrer Handynr. nicht mehr einloggen. Da kann man nur noch den Ausstieg empfehlen.  Aber ordentlich aussteigen geht auch nicht, weil man sich ja nicht mehr einloggen kann.

Enrico Uccello hat vorbeugend schon alle Bilder in Facebook gelöscht.  Auch ich habe viele Beiträge gelöscht. Nun warte ich ob die Datenkrake auch von mir eine Handynr anfordert. Ich werde die Handynr.  nicht angeben . Ich kann ganz gut auch ohne Facebook leben. 

 

 

Xaverl: Es gibt ja vui Leit de ois in Fäisbuck eine schreim. Guat wenn s as so woin. Owa von alle glei fordern d Telefonnumma ogebn. Des iss scho üwatrim.

Übersetzung. Es gibt ja viele Leute die alles in Facebook veröffentlichen. Gut, wenn sie das für richtig finden.  Aber von allen Nutzern gleich die Telefonnr zwingend anfordern. Das ist schon übertrieben.

PS: Würde Facebook beim Einstieg diese Daten fordern, dann wäre das in Ordnung. Wer nicht will, lebt eben ohne Facebook.  Aber erst die Leute ohne Angabe der Handynumer aufnehmen und dann nicht mehr einloggen lassen, wenn sie die Nummer nicht angeben, das ist nicht die feine Art.